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Joy Willmer

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#Blog 3

Das hier ist mein dritter und letzter Blog über mein Abenteuer in Griechenland. Und in meinen letzten 5 Wochen ist noch einiges passiert.

Tauchen

Ich bin froh, dass ich in meinen letzten Wochen noch einmal tauchen gehen konnte. Mein Tauchlehrer Stathis hat mich auf einen letzten Tauchgang eingeladen und seine Frau Lydia war auch dabei. Wir sind mit seinem kleinen Boot zu einer großen Insel rübergefahren und haben dort in einer Bucht gestoppt. Dieser letzte Tauchgang war einer der schönsten Tauchgänge die ich hatte. Wir konnten so viel Leben beobachten und darunter waren auch einige neue Lebewesen. Unter anderem haben wir eine Muränen-Art gesehen. Es saß dort mit diesem gruseligen Gesicht und ich dachte nur, eine falsche Bewegung und wir sind dran. Aber natürlich hatte es mehr Angst vor uns. Dann waren da so viele verschiedene Arten von Fisch, Groß und Klein. Und durch diese Schwärme zu tauchen ist echt cool. Das Highlight des Tauchgangs war aber das Flugzeug-Wrack. Es war zwar nur ein kleines Flugzeug, aber trotzdem sehr faszinierend.
Auf dem Rückweg sind wir in den Sonnenuntergang gefahren und Lydia erzählte all die Mythen über die griechischen Götter Zeus, Poseidon und Athene, die Schutzgöttin der Stadt Athen. Es war echt super interessant diese Geschichten zu hören.

Arbeit

Im Oktober kam eine neue Praktikantin aus Italien zu unserem Team dazu. Wir verstanden uns echt super und wir hatten viel Spaß zusammen. Ich bin mir sicher, dass wir in Kontakt bleiben werden.

Im Oktober musste ich wieder am Wochenende arbeiten und das war crazy. So viele Menschen drängelten sich ins Stadion, ohne Abstand, ohne Masken. Egal wie oft wir ihnen sagten Abstand zu halten und sich im ganzen Stadion zu verteilen, die Leute drängelten sich alle in eine Ecke. Und dann sind sie noch so unverschämt und treten über die Absperrungen um näher an den Delfinen zu sein. Das braucht Nerven sage ich euch.

Corona-Situation

Die Corona-Situation ist ja gerade in ganz Europa erneut kritisch und leider noch schlimmer als im März. Auch in Griechenland sind die Zahlen während meines Aufenthaltes gestiegen.

Und leider habe ich nun auch persönliche Erfahrung mit Corona. Ich wurde positiv auf Corona getestet und war 3 Wochen in Quarantäne. Zwei unser Trainer wurden die Woche davor positiv auf Corona getestet. Und da wir leider alle ständig im Kontakt waren, wurden mit mir noch drei weitere Trainer infiziert. So blieben nur noch drei Trainer plus Chef übrig, die zum Glück negativ waren und sich weiterhin um die Delfine kümmern konnten. Meine Symptome waren zum Glück nicht allzu stark. Ich hatte zwar sehr starke Kopfschmerzen, aber ich hatte kein Fieber, kein Husten oder irgendwelche Atemprobleme. Meinen Geschmacks- und Geruchssinn habe ich aber auch verloren. Und ich kann euch sagen, es ist extrem komisch und verwirrend gar nichts zu riechen oder zu schmecken. Wenn man mal eine starke Erkältung hat, dann ist das beides ja auch eingeschränkt. Aber das Parfüm direkt vor die Nase zu sprühen und rein gar nichts zu riechen oder eine Knoblauchzehe zu essen und auch davon nichts zu schmecken ist schon sehr komisch.

Wegen der Situation konnte ich nicht wie geplant nach Hause fliegen. Ich musste eine Woche länger in Griechenland bleiben und habe erneut einen Test gemacht, der zum Glück negativ war. So konnte ich mit einem beruhigenden Gefühl zurück nach Deutschland fliegen. Meine drei Arbeitskollegen hatten leider nicht so viel Glück und sind nach zwei bis drei Wochen immer noch positiv. Da hatte ich echt Glück. Und länger hätte ich auch nicht warten dürfen. Wie Tage später ging ganz Griechenland wieder in einen Lock Down. Alles, bis auf Supermärkte und Apotheken, ist geschlossen und um das Haus verlassen zu dürfen muss man einen SMS-Code anfordern. Also alles nochmal extremer als hier in Deutschland.

Fazit

Fazit der drei Monate: eine der besten Erfahrungen die ich gemacht habe. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Ich konnte neue Leute und eine neue Kultur kennenlernen und viele Freundschaften schließen. Natürlich waren die Delfine das Highlight und ich konnte unglaublich viel Neues dazulernen. Das Ende hatte ich mir zwar nicht so vorgestellt und ich bin sehr traurig, dass ich mich nicht persönlich von den Delfinen und meinen Arbeitskollegen verabschieden konnte, aber so etwas kann man nicht beeinflussen.
 

Ich hoffe, dass meine Beiträge interessant zu lesen waren. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht

Viele Grüße,
Joy

 

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Athen
Athen
Athen

#Blog 2

Es folgt ein weiteres Update von mir. Ich bin nun seit 7 Wochen hier und so ist mehr als die Hälfte schon rum. Verrückt wie schnell die Zeit verfliegt.

Tauchen

Am letzten Wochenende war ich wieder auf der Insel Kythnos, dieses Mal aber für drei Tage. Dort habe ich meinen Advanced Adventurer Tauchschein und den Spezialkurs im Tauchen mit Nitrox abgeschlossen.

Samstagsmorgens um kurz vor 7 hat mich Lydia wieder an der Bushaltestelle abgesetzt und ich bin mit dem Bus zum Hafen gefahren. Von dort aus ging mit der Fähre nach Kythnos.
Am Hafen hat mich Stathis abgeholt und es ging direkt nach Luttra zur Tauchschule. Dieses Mal wohnte ich in einem Zimmer oberhalb der Tauchschule, was natürlich perfekt war.

Um 12 Uhr hatte ich meinen ersten Tauchgang am Strand. Navigation, das heißt sich mit dem Kompass unter Wasser zurechtzufinden. Das ist echt nicht so leicht und es braucht einiges an Übung und Erfahrung. Vor allem habe ich schon ab und zu Probleme mich an Land zu orientieren, da ist das unter Wasser nicht einfacher! Ich konnte die Übungen aber einigermaßen gut bewältigen und mein Tauchlehrer war zufrieden mit mir. 
Gegen 17 Uhr bereiten wir die nächsten beiden Tauchgänge vor. Es stand ein Schiffswrack-Dive und der Night-Dive an. Dafür ging es zu einer kleinen Bucht, in der zwei kleine Schiffs-Wracke aus dem 2. Weltkrieg in sieben Meter Tiefe lagen. Es war echt schön und cool so ein Wrack mal zu sehen und auch das Leben drumherum zu beobachten. Aber gleichzeitig vermittelte es auch eine leicht gruselige Atmosphäre. Für die, die schon an einem Wrack getaucht sind wissen evtl. was ich meine. Dann warteten wir ca. 2 Stunden bis es dunkel wurde. Nachts zu tauchen habe ich mir etwas gruselig vorgestellt, da man nur das sieht, was man mit der Taschenlampe anleuchtet. Aber ich fand es einfach nur geil! Das Schiffs-Wrack hatte bei Dunkelheit was Mystisches und es war noch atemberaubender. Außerdem ist nachts viel mehr Leben im Meer, viel mehr Fische, die aufleuchten, wenn man sie mit der Taschenlampe anleuchtet. So bekamen wir ein Glitzern zu sehen. Und Stathis und ich sahen einen Aal, was die Kirsche auf dem Sahnehäuptchen war. Beim nächsten Nachttauchgang werde ich aber auf jeden Fall einen dickeren Neoprenanzug anziehen, denn 3mm war eindeutig zu dünn und mir war am Ende doch ganz schön kalt.

Am Sonntag hatte ich zwei Tauchgänge. Einen Deep Dive und einen Boat Dive.
Morgens sind wir mit dem Boot in die Bucht gefahren, in der wir bei meinem letzten Besuch auch getaucht sind. Es stand mein erster Deep Dive an und wir sind bis 35 Meter Tiefe getaucht. Ich war sehr überrascht, wie schnell man diese Tiefe erreicht. Zum Glück hat alles super geklappt und ich hatte keine Probleme mit dem Druck. Wir haben eine Tüte Chips mitgenommen, um den Einfluss des zunehmenden Druckes zu visualisieren. An der Oberfläche war es eine ganz normale Tüte, auf 30 Meter Tiefe hatte die Tüte eine Größe von zwei Fäusten. Als kleiner Snack nach dem Tauchgang waren sie aber noch gut zu geeignet. Auch die Farben verschwinden mit der Tiefe und werden erst wieder sichtbar, wenn sie mit Licht angestrahlt werden.
Beim Boat-Dive sind wir in die gleiche Bucht gefahren, jedoch sind Stathis und ich auf dem offenen Meer vom Boot gegangen und haben uns in die starken Wellen fallen lassen. Das war mal eine andere Erfahrung. Dieser Tauchgang hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe tolle Fotos schießen können.

Am Montagmorgen hatte ich dann meinen letzten Tauchgang. Neben dem Advanced Adventurer, den ich mit den 5 Tauchgängen abgeschlossen hatte, machte ich noch den EAN Nitrox Schein. Für die, die es nicht wissen: Nitrox ist ein anderes Gasgemisch mit einer erhöhten Sauerstoff- und einer geringeren Stickstoffkonzentration. Das bietet einige Vorteile, wie z.B. eine längere Bodenzeit, das heißt man kann länger tauchen als mit normaler Luft. Unser Tauchgang fand am Pier statt und die Strömung war sehr stark mit sehr hohen Wellen. Da war der Einstieg schon ein Abenteuer. Unter Wasser hat man davon zum Glück nichts gemerkt und es war ein sehr schöner letzter Tauchgang. Der Ausstieg war noch abenteuerlicher und auch etwas gefährlich. Wir mussten in der starken Strömung aussteigen und die Wellen haben uns ein/zwei Mal an die Steinwand gedrückt. Aber wir haben es geschafft und überlebt.
So viel zu meinem Tauchabenteuer! Ich bin super glücklich, dass ich hier in Griechenland die Möglichkeit zum Tauchen hatte. Es ist einfach ein fantastischer Sport in einem unglaublich schönen, atemberaubenden Lebensraum. Leider wird dieser Lebensraum immer mehr durch den Menschen zerstört. Bei jedem Tauchgang habe ich mindestens eine Plastiktüte, eine Mund-Nasen-Maske oder eine Plastikflasche an mir vorbeitreiben sehen   Das ist einfach nur traurig und wir müssen was dagegen tun. Die Griechen können zum Beispiel mal damit anfangen Plastikflaschen zu recyclen… Dann würden die Menschen sie vielleicht nicht einfach aus dem Autofenster in den Seitenstreifen werfen (Ja, das habe ich mit eigenen Augen in dem Auto vor mir gesehen. Fenster runter und einfach die Plastikflasche rausgeworfen. Unglaublich…)

Auf meiner Rückreise von der Insel muss ich auch kurz erzählen. Diese verlief etwas anders als geplant.
Ich sollte eigentlich vom Hafen mit dem Bus zu einem zentralen Umsteigepunkt fahren, damit mich Lydia von dort aus abholen und nach Hause bringen kann. Doch der Bus kam nicht. Also rief ich sie an und sie kam zum Hafen. Das Problem: sie hat ein Elektroauto und ihr Akku reichte nicht für die Strecke zu mir nach Hause. Darum stoppten wir an einer Tankstelle und steckten es an eine Steckdose. Nach 30 Minuten mussten wir gehen, da die Tankstelle schließen musste. Leider hat das Aufladen nicht viel gebracht, also stoppten wir an der nächsten Tankstelle 1km weiter. Die Tankstelle war eigentlich auch gerade am Schließen, aber der Inhaber war so lieb uns die Steckdose zu überlassen. Also saßen wir nochmal 30 Minuten an einer dunklen, geschlossenen Tankstelle. Beim Starten des Autos die Enttäuschung, die Reichweite reichte immer noch nicht. Aber zum Glück reichte ihr Akku gerade so bis zu ihrem Haus, also entschieden wir uns dazu, dass ich bei ihr übernachte. Wir kamen um 23 Uhr an und ihr 13-jähriger Sohn war gerade dabei für uns Spaghetti zu kochen. Also vom Verhalten her hätte er schon Erwachsen sein können. Wir aßen und gegen Mitternacht lag ich dann endlich im Bett.
Lydia hat mich dann Dienstag morgens um halb 8 nach Hause gefahren, wo ich schnell den Rucksack umpackte und mich dann direkt auf den Weg zur Arbeit machte.

Arbeit:

Bei der Arbeit läuft noch alles super! Ich bin nun ein fester Teil des Teams und werde in alle Training Sessions mit einbezogen. Mittlerweile hat man zu den Delfinen eine Beziehung aufgebaut, zu den einen eine stärkere Bindung als zu anderen. Aber ich darf auch jeden Fall mal mit allen arbeiten, was mich sehr freut. Es ist sehr interessant, da jeder Delfin eine andere Persönlichkeit und andere Vorlieben hat. So wird es nie langweilig.

Athen

Nach 7 Wochen habe ich es endlich mal geschafft nach Athen zu fahren und das dann gleich zwei Mal in einer Woche. Wurde auch langsam Zeit!
Ein Mal sind wir mit den Arbeitskollegen nach Feierabend zum Essen nach Athen gefahren. Und dann war ich an einem Wochenende nochmal in Athen.

Athen ist eine sehr schöne und faszinierende Stadt. Die Architektur ist atemberaubend und ich frage mich, wie die Menschen damals viele Jahre vor Christus so mächtige Gebäude bauen konnten. In ganz Athen findet man Ausgrabungsstätten und alte, aber noch gut in Stand gehaltene Häuser. Gleichzeitig wirkt das Zentrum sehr modern, mit vielen kleinen Restaurants, Bars und einer großen Shoppingmeile. Mit der Metro kommt man schnell und einfach von A nach B, aber einmal im Zentrum angekommen kann alles gut zu Fuß erreicht werden. Also wer mal Griechenland besuchen möchte, Athen ist einen Besuch wert.
Das Nachtleben ist hier eindeutig noch im vollen Gange, trotz Corona. Ab 12 Uhr müssen zwar alle Bars und Restaurants schließen, aber bis dahin lassen es sich die Griechen gut gehen, von Masken oder Abstand halten keine Spur. Das empfand ich als ein bisschen unangenehm und so ganz wohl fühlt man sich dabei nicht.

Wetter

Wir kommen dem Oktober immer näher, doch die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 28 und 30 Grad. Und auch die Sonne beglückt uns jeden Tag aufs Neue mit voller Anwesenheit. Laut Wetterbericht soll sich das die nächsten zwei Wochen nicht ändern und ich beschwere mich nicht.

Vielleicht haben es einige mitbekommen, Griechenland wurde von einem Medican (so wird ein Hurricane-artiger Sturm im Mittelmeer genannt) heimgesucht. Er sollte eigentlich auch bei uns wüten. Darum haben wir bei der Arbeit alles sturmsicher gemacht und waren mental eigentlich schon drauf eingestellt bei Wind, Regen und Gewitter zu arbeiten. Aber zum Glück hat der Sturm beim Treffen auf Land leicht die Richtung gewechselt und wir hatten nur ein paar kleine Regenschauer. Leider wurde die Westküste Griechenlands stark getroffen, aber zum Glück kein Personenschaden.

 

So ein etwas längerer Bericht, aber ich hoffe es lässt sich gut lesen. Es gibt bereits einige Pläne für meine nächsten 5 Wochen und ich bin gespannt, was alles zusätzlich passieren wird. Ich werde berichten

Viele Grüße,
Joy

 

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#1 Blog  ---- 23.08.2020

So mittlerweile bin ich seit 3 Wochen hier in Griechenland und ich wollte mal das erste Update geben.

Anreise:

Bei der Anreise hat alles geklappt und es gab keine Probleme wegen Covid-19 etc. Es musste jedoch die ganze Zeit über, am Flughafen und auch während des gesamten Fluges, eine Maske getragen werden. Das finde ich aber in Ordnung und es hat sich auch jeder darangehalten. Um nach Griechenland einreisen zu dürfen, musste man sich 24h vor Abflug registrieren und ein paar Angaben machen. Aus den angegebenen Daten wurde dann bestimmt, ob bei Ankunft ein Corona-Test gemacht werden muss oder nicht. Ich wurde zum Glück verschont.

Wohnung und Umgebung:

Ich wurde von meiner Vermieterin abgeholt und zu meinem Appartement gebracht. Das Appartement ist echt super und hat die perfekte Größe für mich. Und zum Glück ist sie auch klimatisiert, sonst würde man es hier nicht aushalten.

Meine Wohnung liegt in Spáta, das liegt 20 km westlich von Athen. Für alle, die mal nach Griechenland fahren möchten… geht nicht nach Spáta! Es ist nur eine kleine Stadt, die weder irgendwelche Freizeitaktivitäten noch schönen Restaurants oder Bars bietet. Die einzige Attraktion ist der Attica Zoological Park, den ich natürlich jedem empfehlen kann. Aber zum Glück liegt das Meer mehrere kleinere Städtchen und Orte nur 9 km westlich von Spáta und an der Küste. Dort gibt es eindeutig mehr zu sehen. Nur als kleiner Tipp!

Griechischer Lifestyle:

Ja was soll man sagen, die Griechen leben eindeutig anders als wir Deutschen.

Man merkt direkt, dass man sich in Süd-Europa befindet. Am Straßenverkehr teilzunehmen ist hier, wie z.B. auch auf Malta oder in Italien, ein gefährliches Abenteuer. Alle sind nur am Rasen und am Hupen. Hier fahren nur alte und teils kaputte, zerbeulte Autos rum. Wahrscheinlich lohnt sich ein neues, teures Auto bei dem großen Risiko eines Autocrashs einfach nicht.

Das Bussystem ist auch sehr interessant. Zuerst einmal halten die Busse nur an der Bushaltestelle an, wenn die Person an der Bushaltestelle wie verrückt winkt und irgendwie auf sich aufmerksam macht. Wenn man nur rumsteht und auch im Bus keiner auf den Stopp-Knopf gedrückt hat, dann fährt der Bus einfach weiter. Oder noch besser: ab und zu kommen die Busse einfach nicht. In dieser Situation war ich schon zwei Mal. Ich wollte mit dem Bus an meinem freien Tag zum Zoo fahren, um meine Arbeitskollegen nach Feierabend dort zu treffen. Der Bus sollte um 17 Uhr kommen. Um 17:20 Uhr immer noch kein Zeichen vom Bus. Auch der nächste Bus, der um 17:40 Uhr kommen sollte, war um 18:00 Uhr noch nicht da. Also auf die Busse kann man sich hier nicht verlassen, fast so wie die Deutsche Bahn! Aber da wird man wenigstens entweder per Lautsprecher oder in der App benachrichtigt.

Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit und jeder fragt mich, ob ich denn nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. Anscheinend nicht! Es gibt weder Fahrradwege, noch sind die griechischen Autofahrer an Fahrräder gewöhnt und hupen dich deswegen an. Also fahre ich doppelt so aufmerksam und ganz weit rechts auf der Straße, eigentlich schon in den Büschen. Aber ich lebe noch!

 

Meine Arbeit:

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, ich arbeite als Praktikantin im Delfin-Department im Attica Zoological Park. Und bis jetzt gefällt es mir super.

Die Hygieneauflagen für die Delfinhaltung sind sehr hoch und sehr streng, darum wird in diesem Job sehr viel geputzt. Jeden Morgen muss der Fisch, der am Vorabend tiefgefroren aus dem Kühlraum geholt wird und bis zum Morgen aufgetaut ist, für jeden Delfin abgewogen werden. Das geschieht in der Fischküche. Währenddessen wird der ganze Raum, in dem der Fisch tagsüber gelagert wird, komplett geputzt. Boden, Wände, Tische und Türen. Erst alles mit Schwamm und Seife abputzen, dann mit der Bürste drüber und zuletzt mit dem Wasserschlauch abspritzen. Und ich sage euch, Fischschuppen sind ganz schön widerstandsfähig. Die kriegt man nicht mit einmal drüber wischen weg. Und wenn sie nicht mehr an der Wand oder auf dem Boden sind, dann hat man sie am Körper kleben. Also es gab noch keinen Tag, an dem ich mich nicht abends unter der Dusche von Fischschuppen befreien musste.
Dann wird danach auf die gleiche Art und Weise die Fischküche geputzt und die Utensilien. So sind die ersten zwei Stunden des Tages schnell rum.

Wenn wir nicht am Putzen sind, verbringen wir Zeit mit den Stars meiner Arbeit, den Delfinen. Morgens wird bei jedem Delfin ein Medizin-Check durchgeführt. Dazu gehört das Überprüfen der Atemluft und deren Atmung, das Checken des Kiefers und des Mundbereiches und das Checken auf äußerliche Wunden. Ein- zwei Mal im Monat wird den Delfinen Blut abgenommen, welches dann im Labor untersucht wird.

Für die ganze harte Arbeit werde ich tagtäglich „belohnt“, in dem ich bei Training Sessions assistieren darf, beim medizinischen Training mitwirken kann und mittlerweile schon jeweils einen Delfin unter Aufsicht eines Trainers trainieren darf. Ich bin gespannt, was da alles noch kommen wird.

Tauchen:

So jetzt kommen wir zu dem Part, der für diesen Blog am Wichtigsten ist! Das Tauchen!
Obwohl ich erst drei Wochen hier bin, habe ich bereits mit meinem Open Water Tauchschein in der Tasche!! Ich habe das Glück, dass mein Vermieter meiner Wohnung (Stathis) Tauch-Instructor ist und eine eigene Tauchschule hat.

Meine ersten zwei freien Tage absolvierte ich all die notwendigen Übungen. Oft werden diese in Poolbecken durchgeführt, aber Stathis brachte mich an beiden Tagen in jeweils verschiedene Buchten ca. 40 Minuten von mir entfernt. Er zeigte mir, wie man die Ausrüstung zusammenbaut und wieder auseinandernimmt und wie was funktioniert. Dann ging es ins Wasser und auf ca. 3-5 Meter Tiefe absolvierte ich die Übungen, wie z.B. Maske mit Wasser füllen und mit Luft entleeren, ohne Maske schwimmen, kontrollierter Aufstieg, Atemregler wechseln etc. Die von euch, die bereits einen Tauchschein haben, kenne das ja!

Dann standen noch 4 Open Water Dives auf dem Programm. Und dafür fuhr ich für zwei Tage auf eine kleine griechische Insel namens Kythnos, wo Stathis Tauchschule liegt.
Auf der Insel angekommen fuhr ich mit Stathis direkt zu einem kleinen abgelegenen Strand. Dort machten wir zwei Tauchgänge auf ungefähr 10 Meter Tiefe. Ich musste ein paar Übungen wiederholen, doch wir hatten auch noch Zeit und Luft die Bucht und dessen Unterwasserwelt genauer zu betrachten.
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Boot aufs offene Meer, wo ich dann meine letzten zwei Tauchgänge erfolgreich absolvierte. Wir tauchten bis zu 18 Meter, da ich mit dem Open Water Schein ja nicht tiefer darf. Ich wäre aber gerne noch tiefer getaucht! Und ich hatte endlich die Chance meine Unterwasserkamera mitzunehmen und Fotos von der unglaublichen Unterwasserwelt Kythnos zu machen! Aber auf Fotos kann man das gar nicht so festhalten.

Jeder der taucht, weiß jetzt wahrscheinlich wovon ich rede. Dieses Gefühl unter Wasser zu sein ist einfach nur magisch! Man „schwebt“ durch eine komplett andere Welt vergisst alles um sich herum! Einfach nur toll und ich bin so froh diese neue Welt nun entdecken zu dürfen. In den nächsten Wochen werde ich nochmal auf die Insel fahren und dann meinen Advanced Open Diver zu machen. Ich kann es gar nicht abwarten!

 

So, das war ein erster kleiner Einblick in mein momentanes Leben. Und ich denke in den nächsten Wochen wird noch einiges passieren. Ich werde berichten

Viele Grüße,

Joy

 

 

 

 

 

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Joy Willmer
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Unsere Freiwilligendienstleistende

 

Name: Joy Willmer

Alter: 20 Jahre

Wohnort: Bremen

Job: Biologie- Studentin im Bachelor

Hobbys: Indiaca, Volleyball, joggen

 

13.06.2020

Hallo alle zusammen!

Die momentane Corona-Situation hat viele Pläne durchkreuzt. So leider auch meinen. Ich werde dieses Jahr nicht auf die Philippinen fliegen können. Mein Flug wurde von der Airline storniert. Auch der Koordinator der philippinischen Organisation sagte, dass sie höchstwahrscheinlich ihre Arbeit erst gegen Oktober/November wieder aufnehmen können. Um ehrlich zu sein war ich nicht mehr sehr überrascht darüber, dass ich dieses Jahr nicht auf die Philippinen fliegen kann. Es wäre eine weite Reise gewesen und in Asien ist die Situation ja sowieso noch ein bisschen anders. Also ist das Abenteuer Philippinen vorerst abgeschrieben… Aber ich bin mir sicher, dass ich dort nochmal hinkomme!

Die Leute die mich kennen wissen, dass ich nicht die ganzen Semesterferien rumsitzen und nichts tun kann. Also habe ich mich nach Alternativen umgeschaut und mich für ein Praktikum in Griechenland beworben. Zu meiner großen Überraschung wurde ich angenommen und so verbringe ich den August, September und Oktober in Griechenland! Ich werde in einem Tier- und Meerespark im Delfin-Department arbeiten. Ich hoffe ich werde viel über diese unglaublichen Tiere und ihren Lebensraum lernen und tolle neue Bekanntschaften machen

Außerdem werde ich versuchen neben dem Praktikum meinen Tauchschein zu machen. Denn das war mitunter ein Grund, warum ich das Programm auf den Philippinen machen wollte. Ich habe das große Glück, dass mein Vermieter meines Appartements eine eigene Tauchschule hat und Tauchlehrer ist! Er hat mir vergewissert, dass ich meinen Tauschein bei ihm machen kann. Ich kann es gar nicht mehr abwarten!

Ich werde mein Abenteuer trotzdem mit euch hier auf der Website des SV Sprint Westoverledingen in Form von Blogs teilen. Ich hoffe, dass ihr trotz der Planänderung Freude daran habt

Eure Joy

 

 

Hallo alle zusammen!

Ich bin Joy und ich habe das große Glück im kommenden Sommer 6 Wochen auf den Philippinen verbringen zu dürfen. Ihr könnt mein Abenteuer hier verfolgen, ich werde euch mit Berichten und Fotos auf dieser Website auf dem Laufenden halten. Aber erstmal ein paar Informationen über mich!

Ich bin 20 Jahre alt und komme gebürtig aus dem schönen Münsterland, aus Dülmen. Für mein Studium hat es mich nach Bremen verschlagen. Hier mache ich momentan meinen Bachelor in Biologie. Danach strebe ich einen Master in Meeresbiologie an. Jedoch bin ich mir noch nicht sicher, ob ich den Master auch in Bremen machen werde oder ob es mich irgendwo ins Ausland verschlägt. Mein Interesse an dem Meer kam schon sehr früh. Ausschlaggebend war mit Sicherheit auch, dass ich seit meiner Geburt jedes Jahr mindestens einmal im Jahr Urlaub an der niederländischen Nordsee gemacht habe. Irgendwann kam ein sehr großes Interesse an Delfinen auf, wo ich schließlich durch Recherche mein Wissen auf das gesamte Meer und dessen Lebewesen erweitern konnte.

In meiner Freizeit mache ich viel Sport, spiele Indiaca, Volleyball und gehe joggen. Ich bin 10 Jahre lang bei der DLRG geschwommen und bin sehr lange geritten.

2017 habe ich mein Abitur gemacht. Ich wollte aber nicht direkt mit meinem Studium anfangen, also verbrachte ich ein Jahr in den USA. Ich war als AuPair in einer amerikanischen Familie und es ist bis jetzt die beste Erfahrung die ich gemacht habe. Ich habe so viele verschiedene Orte gesehen und viele neue Leute kennengelernt. Und ich denke durch das Jahr in Amerika wurde meine Reiselust geweckt!

Aus dem Grund kann ich es gar nicht abwarten im Sommer ein neues Abenteuer zu starten. Es geht auf die Philippinen! Was genau werde ich da machen?

Ich werde für 6 Wochen eine Freiwillige in der Organisation „Marine Conservation Philippines“ sein. Die Organisation setzt sich für den Meeresschutz ein und versucht durch Aufklärung und Wissenschaft die Ökosysteme in den Philippinen zu schützen und zu stabilisieren. Da ich noch keine Tauchscheine habe, werde ich die erste Woche damit verbringen, diese zu erwerben. Das wird auch langsam mal Zeit, dass ich komplett in die Meereswelt abtauchen kann! Danach geht es für mich an die richtige Arbeit. Überprüfung des Korallenbestandes, Einrichtung von Schutzgebieten für Meerestiere, Befreiung der Riffe und Strände von Müll, Aufklärung über Meeres-/Umweltschutz in Schulen und noch vieles mehr. Das sind nur ein paar Aufgaben, die auf mich zukommen werden. Zudem freue ich mich darauf, die Einheimischen und meine Mit-Freiwilligen aus der ganzen Welt kennen zu lernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Generell freue ich mich auf das Land an sich. Die Philippinen sind mit meinen bis jetzt von mit besuchten Ländern nicht zu vergleichen. Amerika und die vielen europäischen Länder, die ich schon gesehen haben, sind dem deutschen Lebensstil sehr ähnlich. Die Philippinen sind was Kultur und Lebensstil betrifft eine ganz andere Welt. Eine ganz andere Kultur mit alten Traditionen und anderen Leuten. Und ich freue mich tierisch drauf!

So viel erstmal über mich! Ich kann es nicht oft genug sagen, wie glücklich ich über diese Möglichkeit bin. Und ohne die Hilfe und das Sponsoring des SV Sprint Westoverledingen wäre das so nicht möglich. Ich freue mich, mein Abenteuer hier mit euch teilen zu können

Viele Grüße

Joy Willmer

Fragen? Interesse? Anregungen?
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!
 

SV Sprint Westoverledingen

Tel.: ( 0171 ) 9535593

E-Mail:

 
 
 
 
 
 
 
 
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